Real Estate Innovation Network

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Jun 23, 2017

Die Immobilienwirtschaft braucht neue Ideen- und die Bereitschaft, diese auch aufzugreifen!

Wir haben in Deutschland schon viel erfunden: Telefax, Computer sogar MP3 sind einige Beispiele. In den genannten Fällen haben wir es zwar über Umwege geschafft, mit diesen Erfindungen über Produkte und Dienstleistungen wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Aber die zugehörigen Produkte und Dienstleistungen werden vielfach von Unternehmen aus dem Ausland gebaut.

Es ist also umso wichtiger, neben dem edlen Gedanken auch ein direkt verkaufsfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln und am Markt erfolgreich zu platzieren. Dieser Grundsatz gilt auch in der Immobilienwirtschaft. Die aktuelle Digitalisierungswelle erfasst auch diesen wichtigen Wirtschaftszweig. Greenfield-Projekte etwa sollen künftig mittels Building Information Modeling (BIM) durchgängig digital geplant werden. Mit der Einführung bidirektionaler, digitaler Workflows in interdisziplinären Teams wird dadurch ein zentrales, digitales Zwillingsmodell zur Evaluation und Entscheidungsunterstützung erzeugt, das auch in der Betriebsphase zur Verfügung steht.

Auch Bestandsgebäude werden von der Digitalisierung profitieren. Kostengünstige und hochwertige bildgebende Verfahren sind im Angebot, um auch im Bestand ein digitales Abbild einer Immobilie zu erzeugen. Dabei werden diese digitalen Zwillingsmodelle eine Planungs- und Steuerungsgrundlage für Geschäftsprozesse in alle Phasen des Gebäudelebenszyklus spielen. Damit erschließen sich Chancen zur Aktivierung ungeahnter Optimierungspotentiale.“

 

Gastbeitrag von Dr. Stephan Wilhelm, Virtual Environments, Fraunhofer IAO
Beirat REIN